RH #160Interview

MARILYN MANSON

Kriegserklärung in Cowboystiefeln

Nach dem Littleton-Massaker, für das MARILYN MANSON von den US-Boulevardmedien indirekt die Verantwortung zugeschrieben wurde, weil die beiden Amokläufer neben Rammstein und KMFDM auch seine Musik im Schrank stehen hatten, wurde es ruhig um das amerikanische Enfant terrible. Der exzentrische Sänger und Performer scheute eine ganze Weile das Licht der Öffentlichkeit. Jetzt meldet er sich mit seinem neuen Album "Holy Wood" zurück. Schleuti traf den "Antichrist Superstar" im Eiskeller seines Studios.

Sommer in Los Angeles. Die Hitze erschlägt einen, und man erblindet fast angesichts des grellen Tageslichts. Im Studio herrscht dagegen eine andere Welt: Die Klimaanlage sorgt für arktische Kälte, sämtliche Fenster sind zugehängt, und einige Kerzen bringen nur spärliches Licht, was Mr. Manson - ganz in Schwarz mit Schlapphut und Cowboystiefeln (!) - freilich nicht dazu veranlasst, seine riesige Sonnenbrille abzunehmen. Die "Strafe" für soviel künstlich erregte Coolness folgt auf dem Fuß: Er findet seine Cola nämlich nicht mehr und muss rund zwei Minuten nach seinem Glas suchen. Kult!

Mit betont leiser Stimme begründet er zunächst, warum er sein langes Schweigen nun bricht.

»Ich war selbst früher Journalist und fühle mich auch heute noch so, weil ich mit meiner Musik und meinen Texten nach wie vor Statements abgebe. Deswegen habe ich auch kein Problem, vorab über das neue Album zu informieren, sofern ich mir sicher sein kann, dass die jeweiligen Pressevertreter seriös sind und...

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