RH #158Interview

MADBALL

Höfliche Jungs mit lockerer Faust

Cro-Mags-Bandleader Harley Flanagan und sein ehemaliger Shouter John Joseph begraben sicherlich eher eines schönen Tages das Kriegsbeil bei einer leckeren Apfelsaftschorle, als dass MADBALL irgendwann ihren zweifelhaften Ruf als New Yorks größte Hardcore-Prolls loswerden. Zumal es auch nach näherer Betrachtung nicht den Anschein hat, als ob sich die Posse um Brüllwürfel Freddy Cricien mit ihrem Böse-Buben-Image nur besser vermarkten will.

»Dabei sind wir im Grunde unseres Herzens ganz normale Jungs. Respektvoll, höflich und cool. Außerdem stehen wir mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Wenn man uns jedoch auf die Zehen tritt und keinerlei Respekt entgegenbringt, können wir auch schon mal ziemlich ungemütlich werden. Daher rührt wohl auch unser schlechter Ruf, über den ich aber alles andere als glücklich bin. Ich kann es nämlich nicht verknusen, wenn die Leute in uns dumme, rücksichtslose und gewalttätige Proleten sehen. Wer uns persönlich kennt, weiß, dass wir ganz anders drauf sind. Irgendwie hat sich dieses Image im Laufe der Zeit verselbständigt, wozu unsere alte Plattenfirma ihren Teil beigetragen hat. Im Gegensatz zu einigen anderen Bands sind MADBALL keine Schauspieler, sondern absolut real. Auf „harte Jungs“ machen andere.«

Spielst du damit auf Biohazard an?

»Kein Kommentar.«

Wieso habt ihr nach drei Alben die Zusammenarbeit mit Roadrunner beendet und eure aktuelle Scheibe „Hold It Down“ bei Epitaph, dem Punklabel von Ex-Bad Religion-Klampfer Brett Gurewitz,...

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