RH #154Interview

NRA

Zwölf Jahre Wellenreiten

Langsam flaut der Westcoast-Punk-Boom ab, und es wird Zeit, die Überlebenden zu zählen. Viele sind es nicht - zumindest nicht, wenn man nur die Bands nimmt, die sich vom Einheitsbrei abheben. Dazu gehören z.B. die Holländer NRA.

NRA dürften mittlerweile eine der ältesten europäischen HC-Bands sein, haben sich aber in Deutschland immer etwas rar gemacht. Die neue Platte „New Recovery“ ist jedoch eine ihrer stärksten und eines der Genre-Highlights in diesem Winter. Der „Hit“ der Band dürfte wohl immer noch der ´Amsterdam Surfsong´ von 1993 sein.

Auch NRA hatten zwischendurch ihren Anteil am Punkrock-Boom, als sie tatsächlich einen Deal mit dem Major Virgin an Land ziehen konnten.

»Ich weiß auch nicht, was die von uns erwartet haben«, kommentiert Sänger Aziz. »Wir selbst erwarteten jedenfalls nichts Besonderes. Wir sagten ihnen, daß wir nicht mehr Platten verkaufen würden als bisher.«

So kam es dann auch, was wohl nicht zuletzt an der kompromißlosen Haltung der Gruppe lag.

»Es gab z.B. eine MTV-Show in Holland, bei der wir mitmachen sollten. Aber wir hatten für diesen Tag bereits ein Konzert gebucht und wollten es nicht absagen.«

Die Virgin-Episode dauerte eh nur eine Platte lang, dann landete man beim Indie Konkurrell. Wäre der Schritt zu Epitaph, den mittlerweile einige europäische Bands gegangen sind, nicht besser gewesen?

»Epitaph hatten damals durchaus Interesse an uns«, erzählt Aziz. »Aber wir hatten mal Streit mit Rancid, und die haben verhindert, daß wir bei...

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