RH #128Interview

SACRAMENTUM

Sodomie am Stammtisch

Wenn Nisse Karlén, Frontmann des schwedischen Dunkeltrios SACRAMENTUM, abends den Proberaum verläßt, legt er in einer der Göteborger Kneipen öfters noch ein Spritpäuschen ein. Und jedesmal, wenn der 23jährige den überfüllten Pub betritt, stolpert er über etliche Gitarrenkoffer und fällt in die Arme schwarzgekleideter Langhaarskandinavier.

 

Ich war noch nie in Schweden, denn ich hege nicht gerade die allergrößten Ambitionen, da oben Urlaub zu machen. Zu kalt, zu dunkel, zu teuer und was weiß ich. Aber mich würde echt mal interessieren, wie viele von hundert Stammtischstrategen, Thekenstehern und Gelegenheits-Kneipengästen in Göteborg KEINE Musiker sind...

"Höchstens der Koch und der Barkeeper, hähä", flachst SACRAMENTUM-Nisse herum, nachdem er mein altkluges Zu-kalt-zu-blabla-Gelabere mehr oder minder bestätigt hat. "Aber meistens spielt selbst der Barkeeper in einer Band und jobt in der Kneipe, um die Studiokosten fürs erste Demo aufbringen zu können. Göteborg ist echt unglaublich. Bei uns gibt´s Metal-Bands wie Sand am Meer. Wieso? Keine Ahnung. Vielleicht ist ja was dran an dem besonderen Feeling in dieser Stadt."

Was ja in den späten 80ern dem Sünden- und Smogpfuhl L.A. und Anfang der 90er der wirklich schönen Melancholiemetropole Seattle nachgesagt wurde. Egal. Der Black Metal-Dreier SACRAMENTUM - 1990 gegründet, im Underground bekannt geworden durch eine Mini-CD, die via Adipocere auf die schwarze Crowd losgelassen wurde - zählt spätestens seit dem aktuellen Album...

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