RH #127Interview

DEFLESHED

»Wir scheißen auf Melodien!«

Es gibt sie also doch noch, diese magischen Momente. Du packst eine CD aus, von der du nicht sonderlich viel erwartest, und wirst einfach nur weggeblasen. Klar, von DEFLESHED kannte man schon die erste Scheibe, die ja auch irgendwie ganz nett war, andererseits aber nichts wirklich Besonderes darstellte. Und dann kommt dieses schwedische Trio urplötzlich mit einem Hammer-Album namens „Under The Blade“ daher, das die perfekte Symbiose aus Death Metal und wüstem Hyperspeed-Thrash der 80er darstellt. Quasi eine 90er-Version von „Pleasure To Kill“.

Doch irgendwie kommt diese musikalische Entwicklung etwas überraschend - auf dem letzten Longplayer der Kapelle war auf jeden Fall eine derart deutliche Tendenz zu thrashigen Elementen noch nicht erkennbar.

»Stimmt, man konnte uns ohne Probleme in die Death Metal-Schublade stecken«, gibt Basser/Sänger Gustaf Jorde zu. »Für die Kurskorrektur ist wohl in erster Linie unser Gitarrist Lars Löfven verantwortlich, der diesmal die Musik im Alleingang komponiert hat und eher auf Judas Priest als auf Death Metal steht. Er kauft eigentlich so gut wie gar keine aktuellen CDs - die neuesten Scheiben, die er zu Hause hat, sind wohl von Carcass oder At The Gates. Er hatte absolut freie Hand beim Songwriting und ging keinerlei Kompromisse ein.«

War der Rest der Band sofort mit Lars´ Ideen einverstanden, oder habt ihr erst mal geschluckt, als ihr seine Songs gehört habt?

»Unser zweiter Gitarrist Kristoffer war von den Songideen überhaupt nicht...

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