RH #125Interview

SHELTER

Gottliche Schweinereien

Keine Band hat es bislang geschafft, so stilvoll dem Hardcore in Richtung Mainstream zu entwachsen wie die New Yorker Krishna–Posse SHELTER. Der neue Longplayer "Beyond Planet Earth" ist nach dem ´95er Meisterwerk "Mantra" ein weiteres Glanzstück voller powernder und völlig unpeinlicher Pop-Perlen.

 

"Gestern waren wir bei „Bravo TV“", grinst Sänger Ray Cappo, der von den Vorabreaktionen auf "Beyond Planet Earth" sichtlich begeistert ist. Die Zielgruppen haben sich halt gewandelt. Kein Wunder, sind doch die poppigen Elemente noch einen Tick glatter geworden und die eingeschobenen Reminiszenzen an die glorreiche HC–Vergangenheit der Band–Chefs Ray und Porcell in Bands wie Youth Of Today oder Gorilla Biscuits geschliffener als auf "Mantra". Der Klasse der Band tut das keinen Abbruch. Allerdings müssen sich die letzten verbliebenen HC–Fans im Publikum endgültig damit abfinden, daß sie sich vor der Bühne mit Kids um die besten Plätze streiten dürfen, die sich drei Wochen zuvor noch bei der Kelly Family einen feuchten Schritt holten.

"Daß das Album für viele Leute eingängiger wirkt, liegt daran, daß die Gesangslinien meiner Stimme mehr entgegenkommen", bemüht sich Ray, jegliches Genörgel an der Familienfreundlichkeit der neuen Platte im Keim zu ersticken. "Ich muß mich beim Singen weniger anstrengen, dadurch klingt alles natürlicher und eingängiger. Das war auf „Mantra“ noch anders. Besonders für 'Matamorphosis' hat Porcell mich im Studio immer mehr angetrieben. „Sing´ höher,...

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