RH #124Interview

THE INCHTABOKATABLES

No Guitars !

Erst eroberten sie die Herzen der Folk-Freunde und des Alternative-Anhangs. Nun dringen fünf Ostberliner mit dem Zungenbrechernamen THE INCHTABOKATABLES auch ins Lager der Metalheads ein. Und das funktioniert sogar ohne Gitarren.

 

 

Die Truppe, die sich den australischen Slang-Namen für "Thekensteher" bzw. "Geschichtenerzähler" zugelegt hat, gilt als Phänomen. Als 1992 das billig produzierte, jedoch mit unglaublich aufwühlenden Songs bestückte Debütalbum "Inchtomanie" erschien, feierte die Folk-Anhängerschaft - und nicht nur die - die neue deutsche Innovation. Verzerrtes Cello und Violinen, die wie Gitarren klingen, seltsame Lyrics zwischen bitterem Sarkasmus und Humor sowie ein "Mittelalter meets Neuzeitfreak-Image" - das war ganz nach dem Geschmack der Basis. Es folgten Medienlobpreisungen und Kaufwut, Album für Album, Jahr für Jahr. Drei Releases gingen in Deutschland insgesamt 110.000mal über die Ladentheken. Nun liegt das vierte Album vor, das einerseits treue Fans beglückt und andererseits harte Metalschädel weichklopft. "Quiet", so der Titel, suggeriert andere Sounds, als wir letztlich geboten bekommen. Die neuen Stücke sind härter und rougher.

»Ja, denn wir haben unseren Bassisten gewechselt. Das ist ein beliebtes Spiel bei uns«, lacht der kahlköpfige Sänger B. Breuler (bürgerlich: Robert). »Moeh, so heißt er, arbeitete als unser Backliner. Er war der schlechteste Backliner, den wir je hatten. Wir wollten ihn jedoch nicht feuern. Also fragten wir ihn: 'Moeh, wat...

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