Titelstory-Blog


Pics: Stefan Hackländer

Titelstory-Blog 11.11.2020, 16:00

SODOM - Herrlich räudig

SODOM sind eines dieser deutschen Metal-Urgesteine, an denen man einfach nicht vorbeikommt. Die Band hat seit ihrer Gründung im Jahre 1981 nicht nur Heerscharen von Thrash-, Black- und Death-Metal-Musikern beeinflusst, sondern kann weltweit auch auf Legionen von Fans zählen, die der Band bis heute die Treue halten.

Dabei haben SODOM es ihren Anhängern nicht immer leichtgemacht. Im Laufe ihrer Karriere gab es zahlreiche Umbesetzungen an Gitarre und Schlagzeug, womit in der Regel auch stilistische Feinjustierungen einhergingen, die mal mehr oder weniger stark ins Gewicht gefallen sind. Fronter Tom Angelripper sorgte mit seinem typischen Organ und knarzigen Bassspiel allerdings dafür, dass die Ruhrpott-Combo stets ihre Identität behalten hat.

2018 stand nach längerer Zeit ein größerer Wechsel an, in dessen Zug Tom erstmalseinem Ex-Mitglied (Frank Blackfire) den Wiedereintritt gewährte. Außerdem feiert man mit der Hinzunahme eines zweiten Gitarristen (Yorck Segatz) eine weitere Premiere, denn das scheinbar ewige Trio wurde zu einem Quartett. Daraus ergab sich auch eine stilistische Kurskorrektur, die zu den Anfängen der Bandgeschichte führt. Das Ergebnis dieses Prozesses ist „Genesis XIX“, der Album-Einstand dieser Besetzung, der ab dem 27. November herrlich räudig aus den Boxen dröhnt.

Bereits nach der ersten Hörprobe wurden SODOM redaktionsintern als heißer Titelkandidat für Ausgabe 402 gehandelt, und es dauerte nicht lange, bis wir uns darin einig waren. Für unsere zehnseitige Titelstory besuchten wir die Combo in ihrem Altenessener Proberaum und brachten ein Interview mit, das erneut von Tom Angelrippers Ehrlichkeit und Offenheit lebt. In der lockeren Atmosphäre redete der Frontmann in seinem typischen Ruhrpott-Slang mal wieder „frei Schnauze“, wobei er sich erneut die ein oder andere Spitze gegen seine ehemaligen Mitmusiker und die Konkurrenz von Kreator erlaubte. Der Gelsenkirchener ging aber auch kritischer mit seinem eigenen Schaffen um als manch andere Musiker, die ihre neuen Ergüsse stets über den grünen Klee loben. Zudem war neben der Musik die deutsche Corona-Politik ein Thema, die Tom im Song ´Nicht mehr mein Land´ anprangert.

Schließlich spendierte die Band fünf Tracks für die dem Heft beiliegende SODOM-CD „A Handful Of Bullets“, von denen zwei bisher unveröffentlicht sind. Die Eigenkomposition ´Along The Path To Hades´ und das Venom-Cover ´Leave Me In Hell´ hat die Band zusammen mit den „Genesis XIX“-Songs aufgenommen, aber bisher zurückgehalten. Drei weitere Lieder (´Sodom & Gomorrah´, ´Indoctrination´und ´The Harponeer´) gibt es in exklusiven Remix- bzw. Remaster-Versionen zu hören. Ausführliche Track-by-Track-Kommentare zu den „A Handful Of Bullets“-Songs sowie dem Album findet ihr ebenfalls in der Titelstory.

Die „A Handful Of Bullets“-Tracklist:

1. Sodom & Gomorrah (exklusiver Rock Hard Remix)
2. Along The Path To Hades (brandneuer Song, exklusiv fürs Rock Hard)
3. Indoctrination (exklusiver Rock Hard Remix)
4. Leave Me In Hell (Venom-Cover, exklusiv fürs Rock Hard)
5. The Harponeer (Song vom kommenden Album „Genesis XIX“, exklusiv remastert fürs Rock Hard)

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Bands:
SODOM
Autor:
Ronny Bittner

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