My Hometown

My Hometown 23.01.2018, 08:00

SOILWORK, THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA - My Hometown: Landskrona mit Björn "Speed" Strid

Björn „Speed“ Strid hat sein Glück einige Jahre in Kanada gesucht, bevor der 40-Jährige wieder in die schwedische Heimat nach Landskrona übergesiedelt ist.

Björn, welche Stadt bezeichnest du als deine Heimat?

»Ich bin zwar in einem kleinen Dorf geboren worden, aber in Landskrona zur Schule gegangen, und dort habe ich auch meine ersten Freunde kennengelernt und meine ersten Banderfahrungen gesammelt. Auch wenn ich mittlerweile in Stockholm wohne, sollten wir über Landskrona sprechen.«

Woran denkst du bei deiner Heimatstadt als Erstes?

»Die Stadt hat eine große Musikszene, besonders im Bereich des Punk und Thrash, aber auch die Reggae- und Alternative-Szenen sind sehr aktiv. Was mir sonst auf Anhieb einfällt: Die Pizzen sind in Landskrona viel besser als in Stockholm (lacht). Landskrona ist berüchtigt für seine tollen Kebab-Pizzen.«

Gibt es in Landskrona noch gute Plattenläden?

»Nein, die haben traurigerweise alle dichtgemacht. Aber die Musikszene ist immer noch aktiv. Die Neunziger waren eine tolle Zeit, in der Bands aller Stilrichtungen miteinander abhingen. Ich spielte gleichzeitig Gitarre in einer Black-Metal-Band und einer Ska-Reggae-Combo – das sagt schon viel über das damalige Klima aus. Das war eine sehr kreative Szene. Ich weiß nicht, wie es heute genau darum bestellt ist, aber es gibt immer noch viele Proberäume.«

Hast du noch Verwandte, die du in Landskrona besuchst?

»Meine Eltern wohnen noch in meinem Geburtsort, der direkt neben Landskrona liegt. Ich versuche, sie so oft wie möglich zu besuchen. Die Landschaft ist sehr schön und unterscheidet sich stark von der um Stockholm. Hier gibt es viele Wälder und Felsen. Skåne län, wo Landskrona liegt, zeichnet sich hingegen eher durch flaches Land aus. Es herrscht dort oft ein heftiger Wind und Regen, aber es ist trotzdem ein schöner Ort. Beim Anblick der grünen Hügel von Glumslov könnte man meinen, dass man in Irland gelandet sei. Das gibt es in Schweden kein zweites Mal. Dort gehe ich gern spazieren.«

Hast du noch weitere Lieblingsorte?

»Ich hänge auch gern in der Kneipe „Speaker´s Corner“ ab. In der Doku zu „The Ride Majestic“ konnte man ja sehen, wie ich meine alten Freundschaften in Landskrona wieder aufgefrischt habe. Bei einem meiner Freunde, der im Herzen Landskronas wohnt, nahm ich die Vocals für das Album auf. Er hat einen Raum namens „The Red Room“, wo er mit Leuten Musik hört. Ich war schon länger nicht mehr dort und vermisse es ein bisschen.«

Wo hast du als Teenager deine wildesten Partys gefeiert?

»Die wildesten Feiern fanden in Proberäumen und im Helsingborger Tivoli statt. Ich zog während meiner Uni-Zeit nach Helsingborg, um dort Medienwissenschaften zu studieren. Zu der Zeit wurde im Tivoli hart gefeiert. Die Leute crowdsurften, obwohl gar keine Show stattfand.«

Was sollten sich Besucher in Landskrona auf jeden Fall anschauen?

»Landskrona ist im Kern eine mittelalterliche Stadt, die in der Vergangenheit wohl große Ambitionen hatte. Schon der Name legt nahe, dass sie die Hauptstadt Schwedens daraus machen wollten, woran sie aber kläglich gescheitert sind (lacht). Dennoch lohnt der Besuch der Altstadt mit ihren vielen schönen Gebäuden und der Zitadelle.«

Vermisst du etwas aus deiner Zeit in Landskrona?

»Ich wohne nun außerhalb von Stockholm, wo es ähnlich ruhig und verschlafen wie in Landskrona ist. Ich vermisse aber den Vibe, den ich mit meinen Freunden in Landskrona hatte. Ich bin im Mai 2017 in den Norden nach Stockholm gezogen, und bis Landskrona sind es sechs Stunden Auto- und viereinhalb Stunden Zugfahrt. Wenn ich für ein paar Tage zu meinen Eltern fahre, ist es immer schwer, in der kurzen Zeit auch alle Freunde zu sehen.«

Warum bist du nach Stockholm gezogen?

»Meine Freundin und ich haben hier viele Freunde. Ich lebte ja vier oder fünf Jahre im kanadischen Toronto. Nach der turbulenten Zeit, die ich dort verbracht habe, wollte ich wieder von vorn anfangen. Deshalb bin ich dann nach Landskrona gezogen, weil ich in der Stadt selbst nie gewohnt hatte. Ich war neugierig und wollte die Verbindung zu meiner Vergangenheit wieder aufnehmen. Als ich meine Freundin kennenlernte, begannen wir über einen Umzug nach Stockholm nachzudenken. Wir sahen online ein tolles Haus, das zur Miete stand, und haben zugeschlagen.«

www.facebook.com/soilwork

www.facebook.com/thenightflightorchestraofficial

Bands:
SOILWORK
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA
Autor:
Ronny Bittner

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