Review

Reviews 9.0

UFO

Seven Deadly

Ausgabe: RH 298

Plusminus:
Steamhammer/SPV (47:02)

Obwohl UFO im Laufe ihrer inzwischen über 40-jährigen Bandgeschichte im Grunde noch kein einziges wirklich schwaches Album verbrochen haben, dürften wohl auch die optimistischeren unter den UFO-Fans kaum mit dem gerechnet haben, was die Band ihren Hörern mit ihrer neuen Platte auf die Ohren gibt. Die Briten kredenzen mit „Seven Deadly“ zehn bärenstarke Hardrock-Songs allererster Güte. ´Wonderland´ groovt wie Hölle, ´The Fear´ hat mit seinen Harmonika-Einlagen den Blues quasi für sich gepachtet, und ´Year Of The Gun´ ist eine gelungene Hommage an die eigenen Anfangstage. Vinnie Moore geht an der Gitarre deutlich songdienlicher und dynamischer zu Werke als auf einigen früheren UFO-Outputs, Andy Parker und Paul Raymond spielen gewohnt souverän, und Phil Mogg singt so gut wie schon seit Jahren nicht mehr. UFO haben mit „Seven Deadly“ das Kunststück geschafft, durchaus zeitgemäß und frisch zu klingen, ohne dabei ihre eigenen Wurzeln und Trademarks zu verleugnen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die abschließende Textzeile „I´m waving goodbye for the very last time“ für die Band nicht allzu schnell bewahrheitet.

Jens Peters
9

Wie viele Punkte gibst du denn auf die UFO-Klassiker, Jens, wenn „Seven Deadly“ bereits neun bekommt? 35?

Das letzte wirklich starke, relevante UFO-Album war „Walk On Water“ von 1995. Danach sind noch ein paar nette Scheiben erschienen, aber keine hatte dieses geniale Etwas, das UFO mal zu einer der besten Hardrockbands des Erdballs gemacht hat. Daran ändert auch „Seven Deadly“ (leider) nichts. Wäre dies ein Newcomer-Album, könnte man gnädiger sein - aber im UFO-Kontext ist das Resultat eher belanglos.

Götz Kühnemund
6

Autor:
Götz Kühnemund
Jens Peters
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