Review

Reviews 9
Death Metal Modern Metal

SOILWORK

Verkligheten

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 50:25
Erscheinungsdatum: 11.01.2019
Ausgabe: RH 380

Es ist schon erstaunlich, wie gut SOILWORK sich in den letzten Jahren berappelt haben. Nach dem Ausstieg von Hauptsongwriter Peter Wichers hatten viele Fans die Modern-Melodic-Death-Metal-Truppe schon abgehakt. Doch mit „The Living Infinite“ und „The Ride Majestic“ bewies die Band, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen zählt. Nachdem Drummer Dirk Verbeuren allerdings zu Megadeth abgewandert ist und die kreativen Masterminds Björn „Speed“ Strid und David Andersson ihren Fokus vorübergehend auf ihre AOR-Band The Night Flight Orchestra gelegt haben, war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass „Verkligheten“ die letzten Alben noch toppt. Dem elften Longplayer hat der Produzenten- und Mixer-Wechsel (für Jens Bogren kam Thomas „PLEC“ Johansson) keineswegs geschadet. Vor allem das bombige Schlagzeugspiel von Bastian Thusgaard profitiert wesentlich vom druckvollen und natürlichen Sound. Zudem hat die Band ihr Songwriting etwas geradliniger gestaltet und konzentriert sich auf atmosphärisch-melancholische Melodien, abwechslungsreiche Riffs und eingängige Refrains, statt unnötige Haken zu schlagen. Die Härte ist indes nicht abhanden gekommen, ab und an schimmern gar Black-Metal-Versatzstücke und klassische Heavy-Metal-Riffs durch, die SOILWORK geschickt für ihren originellen Sound vereinnahmen. Speed setzt den elf Songs mit seinem Chamäleon-Gesang zwischen tiefen Growls und anbetungswürdigen Clean Vocals die Krone auf. So kann das Sextett ein ganzes Arsenal an Hits bereitstellen, von denen einige sich als neue Dauerbrenner bei zukünftigen Konzerten erweisen sollten. „Verkligheten“ geht nicht nur als bestes SOILWORK-Album der Neuzeit über die Ziellinie, sondern ist schon jetzt ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres 2019!

DISKOGRAFIE (Studioalben)

Steelbath Suicide (1998)
The Chainheart Machine (2000)
A Predator´s Portrait (2001)
Natural Born Chaos (2002)
Figure Number Five (2003)
Stabbing The Drama (2005)
Sworn To A Great Divide (2007)
The Panic Broadcast (2010)
The Living Infinite (2013)
The Ride Majestic (2015)
Verkligheten (2019)


LINE-UP

Björn „Speed“ Strid (v.)
David Andersson (g.)
Sylvain Coudret (g.)
Sven Karlsson (keys)
Bastian Thusgaard (dr.)


DIE PATEN

Wer mit den folgenden Bands etwas anfangen kann, dürfte auch an „Verkligheten“ Gefallen finden:

In Flames * Scar Symmetry * Dark Tranquillity * Arch Enemy * Mercenary * Threat Signal * Mnemic * Strapping Young Lad * Devin Townsend * The Haunted * Insomnium * The Night Flight Orchestra

Autor:
Ronny Bittner

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