Review

Reviews 7.0

PÄNZER

Fatal Command

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 53:30
Erscheinungsdatum: 06.10.2017
Ausgabe: RH 365

Auch mit den neuen Mitgliedern V.O. Pulver (Gurd) und Pontus Norgren (Hammerfall) zelebrieren Destruction-Anführer Schmier und Ex-Accept-Trommler Stefan Schwarzmann hochprofessionellen Classic Metal mit viel Drive. Dass Herman Frank die Band verlassen hat, hört man dem neuen Album hingegen kaum an. Die Gitarrenarbeit ist durch die zwei verschiedenen Stile der Sechssaiter etwas variabler geworden, ansonsten findet man - ähnlich wie auf dem Debüt - eine Mischung aus Melodie und Härte, wobei der Thrash-Anteil im Rhythmusbereich überwiegt. Dass der erste Song ´Satan´s Hollow´ dezent an die Glanztaten von Judas Priest erinnert, dürfte dabei volle Absicht sein. Laut Schmier möchte man locker und flockig mit guten Freunden an die besten Zeiten des Heavy Metal erinnern. Das gelingt dem Quartett über einige Strecken des Albums. Vor allem dem timingsicheren Schlagzeug verdankt das rollende Ungetüm eine immense Schlagkraft, lediglich bei der Beweglichkeit hapert es ein wenig. Auf die Gesamtspielzeit gesehen fehlen mal wieder ein paar Pausen im Dauerfeuer und vor allem eine dynamischere Produktion, bei der der Gesang eine echte Chance gegen die omnipräsenten Rhythmussalven hat. Dass der PÄNZER taktisch durchaus variabel agieren kann, zeigt das tolle ´Scorn And Hate´, bei dem Iron-Maiden-artige Gitarren-Harmonien für angenehmes Ohrensausen sorgen. Davon bitte mehr!

Autor:
Holger Stratmann

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