Review

Reviews 8.0
Doom Metal

PALE DIVINE

The Consequence Of Time

Label: Cruz Del Sur/Soulfood
Dauer: 42:43
Erscheinungsdatum: 19.06.2020
Ausgabe: RH 398

Die wundervollen Beelzefuzz sind nach endlosem Zank um die Namensrechte seit 2019 Geschichte, weiterleben darf Dana Ortts psychedelisch-proggiges Traumgeflecht aus Trouble und Captain Beyond in der Underground-Doom-Institution PALE DIVINE, die sich durch den Einstieg des Gitarristen und Zweitsängers facettenreicher denn je präsentiert. Keine zwei Jahre nach dem selbstbetitelten Prachtwerk eingespielt, bündelt „The Consequence Of Time“ zum 25-jährigen Band-Geburtstag die Vorzüge beider Kapellen. Greg Dieners knarzig-grooviger, schwer von Pentagram, The Obsessed und Black Sabbath geprägter Sound harmoniert exzellent mit Ortts Orgeleffekt-Gitarren, schon auf dem zweiten Beelzefuzz-Album „The Righteous Bloom“ hatten die beiden ein Saitenduo gebildet. Unterm Strich haben Ortts Beiträge quantitativ wie qualitativ das höhere Gewicht. Die im 3/4-Takt gehaltenen ´Phantasmagoria´ und ´Saints Of Fire´ dürften noch für Beelzefuzz geschrieben worden sein, auch als Sänger überlässt Diener seinem talentierteren Kompagnon großzügig das Feld, was dieser mit seinen immer wieder an John Arch erinnernden Melodieschrauben eindrucksvoll zu nutzen weiß. Echte Zweistimmigkeit bleibt die Ausnahme auf PALE DIVINEs Sechstwerk, hat aber, wie ´Shadow´s Own´ beweist, ebenfalls seine Reize. Ein hochklassiges Album also, das ob seines Experimental-Charakters nicht bei allen Altfans für sofortige Begeisterung sorgen wird. Wachsen lassen lohnt sich. Hoffentlich auch für die Band.

Autor:
Ludwig Krammer
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