Review

Reviews 8.5

NOCTE OBDUCTA

Schwarzmetall (ein primitives Zwischenspiel)

Ausgabe: RH 168

(54:22) Stehen bleiben! Hände hoch! CD einlegen! Kult! Und tschüss... Nee, so kurz kann man diese Scheibe doch nicht abhandeln. NOCTE OBDUCTA hatte ich stets als nicht allzu nötiges Hobbyprojekt aus dem Agathodaimon-Umfeld in Erinnerung. Und als Erfinder des coolsten Black Metal-Shirts unseres Sonnensystems: "Gott hat fertig". Im Nachhinein erscheint es mir irgendwie logisch, dass nur Kerle mit solch speziellem Humor die Eier in der Hose haben, um das Wort "Schwarzmetall" ernsthaft auf ein CD-Cover zu pinseln. Und das Geile an der Sache ist, dass dieses Album dermaßen Schwarzmetall ist, dass ich vor Freude flennen könnte. Ich möchte wetten, dass jede Menge Alkohol, Drogen, "Transylvanian Hunger" und "Det Som Engang Var" schuld an diesem Knaller sind. Jedenfalls klingen die sieben Nummern derartig nach Darkthrone zu ihrer nihilistischen Hochzeit und nach alten Burzum, dass man schwer glauben kann, hier handle es sich um eine Neuveröffentlichung. Fies, radikal, rebellisch, abgrundtief negativ, misanthropisch - das sind NOCTE OBDUCTA hoffentlich ab jetzt auf Dauer. 'Fick die Muse' heißt das erste Stück. Ja! Fickt sie! Fickt sie richtig! (Mäßigung, Mühli, Mäßigung! - Red.)

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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