Review

Reviews 7.0

LION'S SHARE

Entrance

Ausgabe: RH 168

(46:10) Inmitten der New Wave Of Swedish Melodic Metal fristen LIONS SHARE bislang ein Mittelklasse-Dasein. Sie sind unermüdliche Arbeiter ("Entrance" ist der vierte Longplayer), touren halbwegs regelmäßig und haben nie eine wirklich schlechte Platte abgeliefert. Richtig durchgestartet sind sie allerdings auch nicht. Dafür fehlte neben einem zwingenden Überflieger-Album der nötige Promo-Hype, wie er z.B. Hammerfall regelmäßig zuteil wird, und letztendlich das gewisse Quäntchen Glück. Zumindest ersteres hat die Band weitgehend selbst in der Hand und gibt sich auf "Entrance" alle erdenkliche Mühe. Mit Tony Niva ist ein Neuling am Mikro zugange, der zwar einen Tick zu dünn tönt, aber dennoch mehr Power versprüht als so mancher Italo-Schlagermetaller. Neuer Keyboarder ist Malmsteen/Ark-Wizard Mats Olausson. Der hält sich jedoch glücklicherweise angenehm zurück und setzt mehr mit gut in den Gesamtsound passenden Sounds Akzente als mit nervigen Eskapaden, wie sie uns die Rondo Veneziano-Drachentöter allmonatlich um die Ohren hauen. So bleibt genügend Platz für einen anständigen Rumms, für den neben Drummer Johan Koleberg vor allem Hauptsongwriter/Gitarrist Lars Chriss verantwortlich zeichnet. Seine teilweise sehr coolen Riffs haben Ecken und Kanten und ergänzen sich hervorragend mit Tonys eingängigen, aber nicht zu flachen Melodien. Wer auf klassischen Nordland-Melodic-Metal steht, Kollegen wie Narnia oder Zonata aber einen Tick zu lieblich findet, sollte zugreifen.

Autor:
Jan Jaedike
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