Review

Reviews 10.0
Alternative Classic Rock

LARKIN POE

Blood Harmony

Label: Tricki Woo/Indigo
Dauer: 42:33
Erscheinungsdatum: 11.11.22
Ausgabe: RH 426

Die beiden Pandemie-Jahre haben LARKIN POE mit dem Coveralbum „Kindred Spirits“ und der Live-Scheibe „Paint The Roses“ überbrückt, die im Vergleich zu den regulären Studioalben etwas halbgar ausfielen. Umso erfreulicher, dass die Revell-Schwestern Rebecca (E-Gitarre) und Megan (Lap-Steel-Gitarre) auf „Blood Harmony“ beweisen, dass sie gestärkt und fokussiert aus dieser für Künstler schwierigen Zeit hervorgegangen sind. Im Vergleich zu den Vorgängeralben greift das Duo diesmal verstärkt auf die traditionelle Instrumentierung einer Rockband zurück und stellt programmierte Drums und Handclaps hinten an. Dadurch wirkt LARKIN POEs Neuinterpretation des verstaubten Roots-Rock-Genres vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß oder „hip“, was angesichts des starken Songwritings und der astreinen Performances aber in den Hintergrund rückt. Die Revell-Schwestern profitieren erneut von ihrem unfassbaren Gespür für Harmonien und eingängige Songstrukturen, das durch ein enorm gefühlvolles Zusammenspiel perfektioniert wird, wie es wohl nur Menschen beherrschen, die schon ihr ganzes Leben lang zusammen musizieren. Einzelne Lieder hervorzuheben, fällt insofern schwer, als einfach alle elf Tracks Hits geworden sind, die einem in kürzester Zeit in Fleisch und Blut übergehen. Von diesem ´Bad Spell´ lässt man sich nur allzu gerne immer wieder verzaubern!

Autor:
Ronny Bittner

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