Review

Reviews 9
Progressive

KATATONIA

City Burials

Label: Peaceville/Edel
Dauer: 48:34
Erscheinungsdatum: 24.04.2020
Ausgabe: RH 396

KATATONIA werden mit jedem Album mutiger - vielleicht, weil die großen Brüder Opeth mittlerweile sämtliche Genre-Grenzen eingerissen haben, vielleicht auch, weil sich Jonas Renkse & Co. einfach ganz natürlich weiterentwickeln. So radikal wie Mikael Åkerfeldts Truppe preschen KATATONIA aber nicht vor, bei ihnen sind die Veränderungen kleinschrittiger, neue Songs nie wirklich weit von den eigenen Klassikern entfernt. Auf dem elften Album „City Burials“ sind es vor allem Details, die den Fortschritt markieren: Renkses selbstbewussterer, facettenreicherer Gesang im schnörkellosen Hit 'Lacquer'. Oder das leicht jazzige Riffing im phänomenalen 'Heart Set To Divide'. Oder die sensationelle Gitarrenarbeit im Prog-Mini-Epos 'Behind The Blood'. Die geschmackvollen Tool-Verbeugungen in 'Neon Epitaph'. Die fast schon sonnige Melancholie im mal tonnenschweren, mal federleichten 'Rein'. Die versteckten kleinen Schatzkammern in den typischen KATATONIA-Breitwand-Hymnen 'The Winter Of Our Passing' und 'Flicker'. Das Songwriting ist fast durchweg vom Allerfeinsten, jede Textzeile, jedes Gitarrenlick, jeder Spannungsbogen erweist sich als perfekt im Gesamtgefüge positioniert, ohne jemals konstruiert oder klischeehaft zu wirken. Zwei, drei konzentrierte Durchläufe braucht es, dann hat „City Burials“ zu den ganz großen KATATONIA-Meisterwerken aufgeschlossen. Beeindruckend.

Autor:
Michael Rensen
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