Review

Reviews 8.0

KAMELOT

Karma

Ausgabe: RH 168

(55:55) Obwohl die Band ihren Status ausbauen konnte: Hundertprozentig überzeugen konnten mich die bislang mit Shouter Khan eingespielten Alben im Gegensatz zu den von Mark Vanderbilt eingeträllerten ersten beiden Epen nicht. Umso erfreulicher, dass der mittlerweile fünfte Rundling diese vermeintlich unüberwindbare Hürde nimmt und das bislang wohl homogenste Scheibchen der jüngeren History geworden ist. Das Teil kommt nahezu ohne Ausfälle über die Runden und hat mit 'Forever', 'Wings Of Despair', dem superben Titelstück und 'Across The Highlands' vier amtliche Speedhymnen am Start, die Laune machen. Sehr gut kommen auch das getragene, mit einem schönen Chorus ausgestattete 'The Spell', das im Mittelteil auf die Tube drückende 'The Light I Shine On You' und der fetzige Rauswerfer 'Fall From Grace', die für weniger spektakuläre Songs wie die recht lasch klingende Ballade 'Don't You Cry' entschädigen, bei der Khan gesangstechnisch neben der Spur liegt. Die Aussetzer sind allerdings an drei Fingern abzuzählen, weshalb "Karma" unterm Strich der von vielen erhoffte musikalische Wurf geworden ist, der die zuletzt etwas in eine kreative Sackgasse geratene Band wieder ins Rampenlicht und auf einen der vorderen Plätze (von was? - Red.) befördern dürfte. Da kann man sogar die Tatsache verschmerzen, dass die Netto-Spielzeit des vorzüglichen Rundlings "nur" knapp 49 Minuten beträgt. Hmpff...

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