Review

Reviews 9.0

ILL NINO

Confession

Ausgabe: RH 198

(44:06)

ILL NINO konnten 2001 mit ihrem Debütalbum "Revolution Revolucion"

1A-Kritiken absahnen und wurden von da an als brodelnder Geheimtipp der Modern-Metal-Szene gehandelt. Trotz eines kurzfristigen Line-up-Wechsels in der Mitte dieses Jahres, der u.a. Ex-Machine-Head-Klampfer Ahrue Luster zu den "verrückten Kindern" führte, setzt "Confession" die musikalische Linie des bemerkenswerten Vorgängers fort. Die Latino-Posse jongliert mit einem Mix aus harten Grooves, düsteren Gesangslinien in Englisch und Spanisch, verspielten Samples und exotischen Tribal-Klängen. Auffällig sind das gegenüber dem Erstling ausgefeiltere Songwriting und der zurückgefahrene Aggressionsfaktor. Nicht nur in der ersten Singleauskopplung ´How Can I Live´ dominieren gnadenlos eingängige Melodien, saubere Hooklines und mitreißende Gesänge. Das ganze Album strotzt vor polierten Hochglanz-Exotik-Tracks wie dem poppigen Smasher ´All The Right Words´, dem percussionlastigen, unbeschwerten ´Numb´ und dem soften ´This Time´s For Real´. Das Gegengewicht bilden die feurigen Brutalo-Brocken ´Te Amo... I Hate You´ und ´Two (Vaya Con Dios)´, das raue ´Re-Birth´ sowie der wuchtige Kracher ´Lifeless... Life...´.

Trotz einer insgesamt melodiöseren Ausrichtung dosieren ILL NINO Härte, Emotionalität und südamerikanischen Spirit ausgewogen genug, um die Einzigartigkeit ihres Tabasco-Sounds zu bewahren.

Autor:
Conny Schiffbauer
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.