Review

Reviews 7.0

GRIM REAPER

Walking In The Shadows

Ausgabe: RH 353

Dissonance/Soulfood (50:47)
Selbst die Meinung unserer wandelnden NWOBHM-Enzyklopädie Matthias Mader ist einigermaßen gespalten, wenn es um die Relevanz von GRIM REAPER geht. Von den euphorischen Lorbeerkränzen, die der schlanke Blonde mit dem großen Durst fast jeder Band flechtet, die eine Veröffentlichung in dieser Epoche aufzuweisen hat, ist in diesem Fall jedenfalls nicht viel bekannt. Eher schon die Tatsache, dass es sich bei GRIM REAPER um eine Okay-Band aus der zweiten Reihe handelt, die ihren Sound aufgrund einiger Erfolge in den USA zunehmend amerikanisierte und nach ihrem dritten, 1987 veröffentlichten Album „Rock You To Hell" ziemlich sang- und klanglos implodierte. Knapp 30 Jahre später markiert „Walking In The Shadows" das durchaus überraschende Comeback des Quartetts, beruft sich auf den rauen, typisch britischen Heavy Metal der Erstveröffentlichung „See You In Hell", hat aber ebenfalls diverse gut ins Ohr gehende Mitgröl-Refrains zu bieten. Knapp unter dem Niveau von Saxon-Alben neueren Datums, würde ich sagen, aber man kann sich, wie Herr Kaiser, auch die Frage stellen, ob einem die Songs der Platte beim Headbanger´s Open Air mit einem Bierchen in der Hand gut reinlaufen würden. Clever, der Boris!

Autor:
Thomas Kupfer
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