Review

Reviews 9.0

DEMOLITION HAMMER

Time Bomb

Ausgabe: RH 88

Nachdem mit Exhorder und Devastation zwei der besten Thrash-Bands der neuen Generation unglücklicherweise das Zeitliche gesegnet haben, tut es gut zu sehen, daß sich wenigstens DEMOLITION HAMMER wieder zusammenraufen und eine dritte CD aufnehmen konnten. Und was für ein Hammer dieses Teil geworden ist! Vom Lineup der letzten Scheibe "Epidemic Of Violence" sind nur noch Sänger/Basser Steve Reynolds und Gitarrist Derek Sykes übriggeblieben, die auf dieser Langrille von Doublebass-Gott Alex Marquez (Malevolent Creation, Solstice, Monstrosity) unterstützt werden, der sich langsam zu einer amerikanischen Antwort auf Jörg Michael zu entwickeln scheint. Da seit dem Release von "Epidemic..." mittlerweile mehr als zwei Jahre ins Land gezogen sind, ist es geradezu logisch, daß sich der Sound von DEMOLITION HAMMER in dieser Zeitperiode ein wenig verändert hat. Konnte man besagtes Album hervorragend als Soundunterlage für Action-Movie-Sequenzen verwenden, bei denen irgendwelche durchgedrehten Biker mit ihren Maschinen durch einen Supermarkt rasen und selbigen komplett zertrümmern, so findet "Time Bomb" andere Wege, um dieses Ziel zu erreichen. Auch wenn beispielsweise mit dem bösartigen 'Waste' oder dem beklemmenden Titeltrack erneut einige Hyperspeed-Attacken mit von der Partie sind, so sind die Jungs aus der Bronx über weite Strecken deutlich vom Gaspedal gegangen und spielen anno '94 ihre Riffs länger aus. Das wiederum hat einen mörderischen Effekt, denn auf diese Art und Weise fräsen sich die Riffs entsprechend langsamer und schmerzvoller durch die Schädeldecke, bis sie das zentrale Nervensystem erreicht haben. Die Zeitbombe tickt also und es würde mich nicht wundern, wenn sie sehr bald detoniert und DEMOLITION HAMMER in höhere Verkaufsregionen katapultiert.

Autor:
Frank Albrecht
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