Review

Reviews 8.0
Black Metal

DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT

Mardom

Label: War Anthem/Soulfood
Dauer: 44:17
Ausgabe: RH 384

Wenn deutscher Black Metal, wie Der Rote Milan in unserer Märzausgabe analysiert haben, tatsächlich „brutal sein kann, ohne roh zu sein“ und „harmonische, fast herzergreifende Momente hervorbringt“, sind DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT die Antithese. „Mardom“ mag einen Tick zugänglicher als manche Vorgänger rüberkommen, und natürlich gehört zum echten Norwegen-Worshipping ein Gespür für Atmosphäre. Doch DNS bleiben ein ruppiger Hassbatzen und ergreifen dein Herz nur, um es dir aus dem Leib zu reißen, genüsslich darauf rumzukauen und es dir anschließend vor die Füße zu kotzen. Während viele männliche Konkurrenten wie rabiate Kleinkinder klingen, keifkreischt Yvonne „Onielar“ Wilczynska mit einer spürbaren körperlichen Präsenz, die im Kontrast zu den mal wieder sehr eigen(artig)en, nahezu entmenschlichten Promofotos wahre Beklemmungen auslöst. Ebenfalls gewohnt schön: die authentische Produktion, die sich so manche völlig in Kitsch oder Plastik-Sound entglittene Old-School-Black-Metal-Truppe unbedingt genauer anhören sollte.

Autor:
Jan Jaedike
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