Review

Reviews 8.5

CONVERGE

No Heroes

Ausgabe: RH 235

(41:45)

Wenn CONVERGE eine neue Scheibe veröffentlichen, heißt es für alle Musikästheten im Regelfall „volle Deckung!“, während Krachfanatiker schon Wochen vor dem Release-Termin mit einer Dauerlatte umherschleichen. Die wahrscheinlich brutalste Band der Welt, gegen die selbst hart gesottene Black/Death-Metal-Kapellen wie ein Hosenscheißer-Chor klingen, geht mit „No Heroes“ nur selten Kompromisse ein und sprintet wie ein Rudel angeschossener Pitbulls über den verdutzten Hörer hinweg. Im Vergleich zu den etwas gesitteteren Vorgängerwerken „You Fail Me“ und „Jane Doe“ ist „No Heroes“ pure, unkontrollierte Noise/Hardcore-Gewalt mit nervenaufreibenden Krachsequenzen, die von anderthalb bis knapp zehn Minuten reichen. Eine Verschnaufpause gibt es allenfalls beim SloMo-Longtrack ´Grim Heart/Black Rose´, der aber nicht ganz die Klasse eines epochalen Übersongs wie ´Jane Doe´ erreicht. Dennoch ist auch dieses CONVERGE-Album ein Lehrbeispiel für Individualität und Kompromisslosigkeit. Und Gefühle wie Verzweiflung, Wut oder Angst kann kaum eine Band besser vertonen als das Quartett aus Boston.

Ein weiterer Geniestreich einer der außergewöhnlichsten Bands der Neuzeit!

Autor:
Patrick Schmidt
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