Review

Reviews 9.0

CARCASS

Heartwork

Ausgabe: RH 78

"It's Heavy Metal all the way", sagen CARCASS über ihr neues, inzwischen viertes Album "Heartwork", das sich schon vom Titel her von seinen Vorgängern abhebt: Statt pathologischer Metzelorgien, die man eh nur als Biologie-Student entschlüsseln konnte, gibt's auf der neuen Scheibe inhaltlich direkteren Stoff, der zwar zum Teil immer noch krank, aber nicht mehr ganz so überzogen daherkommt. Die alte Masche hat schlicht und einfach ausgedient - und das gilt nicht nur für die Texte und Songtitel, sondern auch für die Musik. Mit den Grindcore-Attacken früherer Tage haben CARCASS nichts mehr am Hut, stattdessen haben sie den mit "Necroticism..." eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgt und erstaunlich viel Melodie in das neue Material eingebaut. Wenn die Jungs von "Heavy Metal all the way" sprechen, dann meinen sie damit die messerscharfen, traditionellen Riffs, die hier gnadenlos alles niederwalzen und in Verbindung mit Jeff Walkers heiserem Kreischgesang mehr als einmal an Kreator vor "Renewal" erinnern. Was hier vielleicht wie ein Vorwurf der Abkupferei klingt, ist aber durchaus als Kompliment gemeint, denn wer Scheiben wie "Extreme Aggression" oder "Coma Of Souls" zu seinen Favoriten zählt, wird auch von "Heartwork" begeistert sein. Fette neun Punkte für das bislang beste, abwechlungsreichste und musikalisch interessanteste CARCASS-Album!

Autor:
Götz Kühnemund

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