Review

Reviews 2.0

BLUT AUS NORD

MoRT

Ausgabe: RH 235

(47:15)

BLUT AUS NORD fielen noch nie in die Kategorie „leicht zugängliche Black-Metal-Band“, und das war bisher auch gut so. Doch was die Franzosen sich für ihre aktuelle Platte „MoRT“ ausgedacht haben, stellt wohl alles bisher Dagewesene in den Schatten. Songs, Melodien oder gar Strukturen? Ist doch was für Pussies! Stattdessen haben sich Fronter Vindsval und seine Mannen daran gemacht, eine Soundcollage zu kreieren, bei der das Trio 47 Minuten lang auf seinen Instrumenten rumklöppelt, komplett sinnfreie schräge Geräusche und Laute fabriziert und sich dabei auch noch ständig wiederholt. Das Ganze fügt sich dann zu einem undefinierbaren Lärm zusammen. Klar, die Mission „gruselige und düstere Atmosphäre erzeugen“ ist gelungen; dass das auch mit anderen Mitteln geht, zeigte allerdings der „MoRT“-Vorgänger „The Work Which Transforms God“.

Autor:
Katharina Pfeifle

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