Review

Reviews 8.5

BLACK LABEL SOCIETY

Hangover Music Vol. VI

Ausgabe: RH 204

(66:59)

Wenn sich eine passionierte Alkoholvernichtungsmaschine wie Zakk Wylde dazu hinreißen lässt, das neueste Album stilecht als „Katermusik“ zu betiteln, dann ist der Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht in Frage zu stellen. Mehr als einmal dürfte Mr. Wylde seine Tage danach mit einem oberamtlichen Brummschädel auf der Couch verbracht haben. Da ist es nur konsequent, wenn er sich nun seinen ganz persönlichen Wohlfühlsoundtrack komponiert hat.

Stilistisch orientiert sich „Hangover Music Vol. VI“ an Frühwerken wie „Pride And Glory“ und „Book Of Shadows“, denn der Meister lässt es extrem entspannt angehen. Wylde beschränkt sich größtenteils auf Akustikgitarren und Pianopassagen und liefert noch dazu eine unglaublich emotionale Gesangsleistung ab. Die Tatsache, dass das Procul-Harum-Cover ´Whiter Shade Of Pale´, bei dem die Vocals verdächtig an Joe Cocker erinnern, zum schwächsten Song des Albums gerät, ist als zusätzlicher Qualitätsbeweis zu werten. Der Meister selbst bemüht für „Hangover Music Vol. VI“ den Vergleich mit Alice In Chains zu „Jar Of Flies“-Zeiten und trifft damit den Nagel auf den Kopf.

Erwachsener hat Zakk noch nie geklungen.

Autor:
Thomas Kupfer
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