Review

Reviews 8.0

ATROCITY

Atlantis

Ausgabe: RH 204

(55:53)

Death Metal, Gothic Metal, metallisierte Pop-Cover, Neue Deutsche Härte - das alles und mehr ist ein Teil der bisherigen stilistischen Achterbahnfahrt von ATROCITY. So klingt auch das neue Langeisen wieder deutlich anders als sein Vorgänger. „Atlantis“ ist ein Konzeptalbum über den legendären, einst im Ozean versunkenen sechsten Kontinent. Musikalisch stehen die einzelnen Songs trotz Konzepts aber weitestgehend für sich und werden lediglich hier und da durch instrumentale, an bombastische Filmsoundtracks erinnernde Zwischenspiele miteinander verbunden. Die einzelnen Songs variieren von totaler Aggression bis hin zu fast schon schlagermäßiger Eingängigkeit mit bombastischen Chören, was die Metalgemeinde erneut spalten dürfte. So wartet der Opener ´Reich Of Phenomena´ mit harschen Black-Metal-Passagen auf und kombiniert diese mit majestätischem, an Laibach angelehntem Pathos, während etwa ´Gods Of Nation´ auf einem simplen, knallharten Groove basiert, dem ein supereingängiger Refrain gegenübersteht - ein Grundprinzip, das gleich bei mehreren Songs angewandt wird und das meistens auch funktioniert. Vor allem, wenn wie bei den beiden kapitalsten Ohrwürmern der Platte - ´Enigma´ und ´Cold Black Days´ - das poppige Element überwiegt.

Gute Scheibe, aber definitiv nix für Schubladendenker!

Autor:
Andreas Stappert
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