Review

Reviews 8.0

ALUK TODOLO

Voix

Ausgabe: RH 345

2012 haben sie mit einem Doppelalbum und dessen Titel („Occult Rock") ein verbindliches Statement in Sachen Verschrobenheit und Finsternis abgegeben, jetzt spielen sich ALUK TODOLO endgültig von stilistischen Konventionen frei. Das Trio bohrt seine Schwarzwurzeln tief in den lockeren Boden der Improvisation, durchdringt aber auch den umso festeren Grund des klassischen Rock ein Stück weit, denn so sperrig die langen und nur nach ihrer Dauer benannten Stücke der Franzosen zunächst auch wirken: Der vermeintliche Wahnsinn hat Methode und Hooks, die Drummer Antoine mit seinem gleichmäßig hibbeligen Spiel zusätzlich betont. Dröhnen und Kratzen bleiben zwar nicht außen vor, doch dazwischen darf man sich immer wieder an einem Groove oder melodischen Fragment festhalten. Kurzum: zauberhaft ohne Gesang oder Schwarzmagie.

Autor:
Andreas Schiffmann
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos