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REVIEW 8.0 01.07.2020

(Album, RH 398, 2020)

KAISER FRANZ JOSEF - III

Wieso erwähnt eigentlich niemand das eine Wort? Wieso verschenken sie das im Presseinfo, das ansonsten eine romantische Geschichte von den Aufnahmen in den Waliser Rockfield Studios erzählt, in denen immer noch das Klavier steht, auf dem ´Bohemian Rhapsody´ eingespielt wurde? Wieso sagt es keiner? Grunge! Mit Ausrufezeichen. Soundgarden, dick markiert. Wer in den Neunzigern aufgewachsen ist und sich bei jedem Ton am liebsten vor Chris Cornells Füße geworfen hätte, dankbar dafür, wie er all die geilen Elemente des klassischen Hardrock in die Neuzeit trägt, der wird mit diesem Album der Wiener Heavy-Rocker restlos glücklich. Sänger Sham legt Gesangslinien über die wuchtigen Kompositionen, die den Schmelz von Chris Cornell mit den hohen Klagen Ozzys und sogar einem Hauch Bruce Dickinson verbinden, der sich in den Proberaum von Alice In Chains verirrt hat. Die massive, angriffslustig dröhnende Klangwand macht die Platte sogar für abgehärtete Freunde von Sludge und Noiserock tauglich, die auch mal etwas Leichteres brauchen. Den Radiohörern von The BossHoss wiederum, für die KAISER FRANZ JOSEF einst eröffneten, dürfte es viel zu hart sein. Mal groovig, mal schwer schleppend und mal geradeaus treibend, wurzeln die Stücke tief im Sumpf der Rock-Geschichte. Ausgerechnet in ´Cactus´, auf dem der spröde Seasick Steve zu Gast ist, plagiieren ein paar Gitarrentöne allerdings den Achtziger-Synthie-Pop-Klassiker ´(I Just) Died In Your Arms´ der Cutting Crew. Ob das Absicht war?

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