MASTODON haben sich in einem Statement zu der Klage geäußert, die die Hinterbliebenen des verstorbenen Musikers Brent Hinds gegen sie erhoben.
In ihrem Statement reagieren MASTODON auf die Vorwürfe, die Band schulde den Hinterbliebenen ihres früheren Bandmitglieds Brent Hinds Geld. "The Atlanta Journal-Constitution" zufolge ging am 3. September beim Fulton Country Court die Klage ein, dass die Band Hinds vor seinem Tod nie aus seinem Anteil an MASTODON und den damit verbundenen Unternehmen ausgezahlt habe. Der Nachlass des Musikers wirft MASTODON zudem vor, Brents Bildnis nach seinem Tod zur Werbung für das kürzlich erschienene Album "Marrow Deep" verwendet zu haben.
"Leider wurde ein privater geschäftlicher Streit mit dem Nachlass unseres lieben verstorbenen Freundes Brent Hinds an die Öffentlichkeit getragen. Wir weisen Vorwürfe, wir hätten böse Absichten gehabt, entschieden zurück. Und wir beabsichtigen, uns energisch gegen diese unserer Meinung nach unbegründete Klage zu verteidigen.
Wir beabsichtigen nicht, uns künftig öffentlich zu dieser Angelegenheit zu äußern. Denn wir sind der Ansicht, dass dies weder dem Andenken an Brent noch dem Vermächtnis seiner musikalischen Begabung gerecht würde."
In der Zivilklage geben Hinds' Hinterbliebene an, dass MASTODON dem Nachlass einen Scheck über 80.000 US-Dollar als Abfindung für seinen Anteil an der Band ausgestellt haben, nachdem man ihm ein Dokument zugesandt hatte, in dem die Bedingungen ihrer Trennung zusammengefasst waren. Hinds habe diese Vereinbarung jedoch nie unterzeichnet. Der Nachlass stellte die Einlösung des Schecks zurück, bis der tatsächlichen Betrag ermittelt sei, welcher den Hinterbliebenen zustehe.
Obwohl Brent Hinds keinen musikalischen Beitrag zu "Marrow Deep" leistete, zeigt das Albumcover das Gesicht von Brent als auch das von Michele Jeanne Lawrence, der verstorbenen Mutter des MASTODON-Schlagzeugers/Sängers Brann Dailor. Das Artwork ist von den drei Schicksalsgöttinnen inspiriert, die den Faden des menschlichen Schicksals lenken, Die Gesichter sind subtil unter der Schicksalsgöttin Atropos abgebildet, die man mit dem Durchtrennen des Lebensfadens in Verbindung bringt.
In der Klage beanstandet Hinds' Nachlass, dass Brents Gesicht auf einem Album erscheint, zu dem er keinen Beitrag geleistet hat: "Die Beklagten haben ein erkennbares Bild von Brent ausgewählt und auf dem Albumcover von 'Marrow Deep' platziert und dieses Cover verbreitet, um für physische Alben, digitale Downloads und Streams, Merchandise sowie damit verbundene Waren oder Dienstleistungen zu werben, diese zu vermarkten, zu vertreiben und zu verkaufen."
Außerdem ernten Dailor, Bassist/Sänger Troy Sanders und Gitarrist Bill Kelliher dafür Kritik, dass sie in der Dokumentation "The Mastodon In The Room" persönliche Informationen über Brent preisgegeben haben. Darunter auch die Andeutung, dass seine Probleme mit Drogenmissbrauch zu seinem Ausstieg aus der Band geführt hätten. In dem 35-minütigen Film gingen Dailor, Sanders und Kelliher auf Hinds’ Tod ein. Sie wollten den Fans ihre Seite der Geschichte darlegen, nachdem sie die Spekulationen und Schlagzeilen rund um seinen Tod gesehen hatten. Die Klage wirft den Musikern vor, "Details über [Hinds’] Privatleben preisgegeben zu haben, die sie vertraulich erfahren hatten – Details, die er zu Lebzeiten privat halten wollte".
MASTODON hatten im März 2025 nach 25 gemeinsamen Jahren die einvernehmliche Trennung von Brent Hinds verkündet. Der Musiker starb am 20. August 2025 im Alter von 51 Jahren bei einem tragischen, selbst verschuldeten Verkehrsunfall in Atlanta. Unser aktuelles Interview mit MASTODON, in dem es auch um den verstorbenen Brent Hinds und das Cover-Artwork von "Marrow Deep" geht, könnt ihr hier als R+ Artikel lesen.