ReviewGame

Kategorie
Game 
Heft
RH #300 
Titel
RISEN 2: DARK WATERS 
Erscheinungsjahr
2012 
Note
9.0 

(Koch Media GmbH) (PC; USK 12)
Pyranha Bytes haben eine traditionsreiche Vergangenheit: Mit der „Gothic“-Reihe schrieb das Essener Entwicklerstudio Rollenspielgeschichte, und als man in Folge der Trennung von seinem ehemaligen Publisher JoWood vor ein paar Jahren die Rechte an der Serie einbüßte, erschuf man mit „Risen“ kurzum ein komplett neues Spieluniversum. Freilich war die Fantasy-Welt von „Risen“ derjenigen von „Gothic“ sehr ähnlich. In beiden Games rettet der Spieler in der Rolle eines namenlosen Helden die Welt vor einem uralten Übel, das sich aus dem Untergrund eines Inselkönigreiches emporhebt, um die Menschheit zu unterjochen.
In „Risen 2: Dark Waters“, das ein paar Jahre nach der Handlung des Vorgängers einsetzt, bewegen sich die Entwickler nun erstmals von dem bekannten Szenario weg. Zwar schlüpft der Spieler erneut in die Haut des namenlosen Helden, dieses Mal schließt er sich jedoch einer Gruppe von Piraten an, die auf der Suche nach einer Waffe gegen die im ersten Teil befreiten Titanen ist. „Moment mal, Piraten? Ernsthaft? Wie passen die denn da rein?“, mag sich nun manch einer fragen. Die Lösung: Bereits im Vorgänger-Game machte der Spieler Bekanntschaft mit der Seeräuberbraut Patty, der er bei der Lösung einiger Nebenaufgaben zur Seite stand. Folglich ist der Szenariowechsel nur ein logischer Schritt, wenn man sich nicht auf Dauer selber kopieren möchte. Abgesehen von dieser Veränderung ist jedoch alles beim Alten geblieben, der Spieler quatscht, kämpft und rätselt sich durch ein etwa 35-stündiges Abenteuer.
In technischer Hinsicht gibt sich „Risen 2: Dark Waters“ solide, wenn auch nicht überragend. Das Art-Design, die hervorragend auf Deutsch vertonten Dialoge und die Geschichte an sich sind hingegen wie gewohnt durchweg gelungen.


Jens Peters 9.0

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