ReviewGame

Kategorie
Game 
Titel
RISING KINGDOMS 
Note

(Aufbau/Strategie)
(Black Bean)

RISING KINGDOMS steht ganz in der Tradition des Klassikers AGE OF EMPIRES. Glücklicherweise muss man hier keine eigenartigen Vokabeln lernen, um seine Leute zu verstehen.
Für Spielanfänger, die sich nicht nur mit dem Spiel, sondern auch mit dem Spielprinzip vertraut machen möchten, gibt es eine Einführungskampagne, in der man mit dem Volk der Waldmenschen seine Umgebung erobern muss. Natürlich sollte man vorher für die erforderlichen Ressourcen sorgen. Der Clou bei dem Naturvölkchen: Hier wird nichts gebaut, sondern gepflanzt. So müssen die kleinen Waldmännchen nicht im Stollen schuften, sondern pflücken Taler von der Goldpflanze. Überhaupt ist in diesem Volk alles recht ökologisch.
Gekämpft werden muss trotzdem. Treue Freunde der Waldmenschen sind Wölfe. Man kann Werwölfe generieren und Blutwölfe züchten, wobei man mit Wolfsreitern als schlagkräftige Truppe ins Spiel einsteigt. Das Gute: Sobald man ein anderes Volk unterworfen hat, kann man sich dessen Krieger zunutze machen (natürlich nur, wenn es sich nicht um einen Feind gehandelt hat, dann täte man gut daran, dessen Hauptgebäude zu zerstören). Die eigene Armee entwickelt sich so immer mehr zu einem bunten Haufen, den man bequem per Maus komplett, einzeln oder gruppiert steuern kann. Alle Kämpfer verfügen über spezielle Fähigkeiten, die man taktisch im Kampfgetümmel einsetzen sollte.
Grafisch gibt es wenig zu mosern. Die eine oder andere Animation hätte noch geschmeidiger über den Bildschirm flattern dürfen, ansonsten besticht das Spiel durch eine überschaubare Vielfalt an Landschaftsmerkmalen. Jedem Volk ist eine Umgebung zugeordnet, was die taktische Aufteilung der eigenen Truppen enorm erleichtert, weil man schon früh sieht, welche Kämpfer hinter dem nächsten Busch mit gezücktem Messer warten. Passionierte Dauerzocker mit fetten Grafikkarten und schnellen Rechnern werden damit allerdings nicht zufrieden gestellt. Dafür haben aber Rechner der letzten Generation keine Hardware-Probleme.
Der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen, besonders gefällt die Möglichkeit, die Spielgeschwindigkeit zu variieren. So hat man auch als Strategie-Legastheniker genügend Zeit, sein Dorf komplett aufzubauen, um es erst dann in Schutt und Asche legen zu lassen.

Fazit: Ein nettes Spielchen für zwischendurch, das auch Einsteiger nicht an die Frustrationsgrenzen bringen wird. Strategie-Experten und Hi-Tech-Freaks greifen lieber zu den Genre-Größen.

6,5 Punkte

Systemvoraussetzungen (mindestens):

Betriebssystem: Win98/ME/2000/XP
CPU: 800 MHz
RAM: 256 MB
Grafikkarte: 32 MB
FP: 850 MB
DirectX 9.0


Sascha Nieroba

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