ReviewDVD - Film

Kategorie
DVD - Film 
Titel
SHALLOW GROUND 
Note

Im Shallow Ground Valley passiert so gut wie gar nichts. Seit dem Bau eines Staudamms gab es dort kaum erwähnenswerte Vorkommnisse, weshalb auch die lokale Polizeistation aufgelöst wird. Während die Cops gerade dabei sind, die letzten Sachen ins Auto zu laden, rennt plötzlich ein blutüberströmter Junge in die Station, der noch das Messer in der Hand hält, mit dem vor einem Jahr eine junge Frau in den umliegenden Wäldern ermordet wurde. Niemand kann sich erklären, wer dieser Junge ist oder woher er kommt. Er sitzt apathisch in der Station und gibt keinen Laut von sich. Dafür hört er nicht auf zu bluten.
Eine junge Ärztin – eigentlich auch gerade auf dem Sprung, Shallow Ground zu verlassen – findet heraus, dass dieses Blut nicht von einer einzelnen Person stammen kann. Gleichzeitig fällt den Polizisten auf, dass der Junge ALLEN Personen ähnelt, die in den letzten Jahren in der Region verschwunden sind. Schnell wird deutlich, dass in dem Ort irgendetwas nicht stimmt und doch etwas in Shallow Ground vorgefallen sein muss, was die meisten Bewohner mehr oder weniger erfolgreich verdrängt hatten. Immer mehr Menschen werden nun von ihrer Vergangenheit eingeholt. Während die Polizisten noch rätseln, wie dieses Puzzle wohl zusammenpasst, verschwindet der Junge aus der Station ...
Gekonnt wird in dem Film eine beklemmende Atmosphäre aufgebaut, die von kalten Farben, zu denen das Blut des Jungen einen auffallenden Kontrast darstellt, bedrohlich unterstrichen wird. Eine gelungene Produktion, die zu Recht diverse Preise auf Underground-Filmfestivals einfahren konnte.

8,5 Punkte


Sören Nolte

AMAZONEMPFEHLUNG