ReviewAlbum

Band
THE DARKNESS 
Kategorie
Album 
Heft
RH #365 
Titel
Pinewood Smile 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.0 

Cooking Vinyl/Sony (36:40)
In England einst als heißester Scheiß und Retter des Rock´n´Roll gefeiert, kämpfen THE DARKNESS seit ihrer Reunion immer noch darum, den einstigen Status wiederzuerlangen. Ist „Pinewood Smile“ das Album, das die Hawkins-Brüder und ihre Sidekicks (inzwischen mit Rufus Tyler Taylor, dem Sohn der Queen-Legende Roger Taylor, an den Drums) erneut an die Spitze katapultieren kann? Die Antwort ist jein, denn auch wenn ich mir als Fan selbst bei eher durchschnittlichen Nummern ein Grinsen über die gewohnt brillanten Texte nicht verkneifen kann, dürfte die Band ihren Kritikern nach wie vor reichlich Futter liefern. Aber was soll´s, schließlich ging´s THE DARKNESS immer darum, zu polarisieren, und ihre weltweite Fanschar, die Darklings, wird zu Krachern wie dem überdrehten Opener ´All The Pretty Girls´, dem fantastischen AC/DC-Riff-Rocker ´Solid Gold´, der sich textlich in gewohnt scharfzüngiger Manier mit den Gegebenheiten des Musikbusiness beschäftigt, oder dem Glam-Kracher ´Japanese Prisoner Of Love´ begeistert abhotten. Da bin ich mir ganz sicher, den Test habe ich im Büro nämlich bereits mit Oberdarkling Peters erfolgreich durchgeführt.
Und sonst so? Wenn selbst eine grimmige Black-Metallerin wie Mandy bei Songtiteln wie ´Why Don´t The Beautiful People Cry´ oder ´Stampede Of Love´ ins Schmunzeln gerät, ist diese Welt noch zu retten. Die wichtigste Erkenntnis nach mehrfacher Einfuhr von „Pinewood Smile“ ist denn auch die, dass es THE DARKNESS auch anno 2017 noch mühelos schaffen, ihren Hörern ein Grinsen in die Kauleiste zu zimmern. Und das können nun wirklich nicht viele Bands von sich behaupten.


Thomas Kupfer 8.0

AMAZONEMPFEHLUNG