ReviewAlbum

Band
MAMBO KURT 
Kategorie
Album 
Heft
RH #139 
Titel
The Return Of Alleinunterhalter! 
Note

MAMBO KURT's in da house! Der Superstar unserer Jubiläumsfeier (siehe "Bei Dani") sorgt nun auch digital per Tonträger für beste Unterhaltung. Der geilste Heimorgelspieler der westdeutschen Hemisphäre dudelt sich durch diverse Rock-Klassiker und bringt damit sogar gestandene True Metal-Ikonen wie Chris Boltendahl in Polonäse-Stimmung (hierfür gibt es Augenzeugen!). Neben der arschgeilen Instrumentierung (üble Bossa-Nova-Rhythmen mit den allerersten Drumprogrammen und kultigen Hammondsounds), ist es vor allem MAMBO KURTs faszinierend blutarme Erzählweise, die die Schwachsinnigkeit so mancher englischsprachiger Rockhymne ('Come As You Are', 'Paradise City', 'Insomnia', 'Jump', 'Bombtrack'...) entlarvt oder zumindest deren aufgesetzte Coolness parodiert. Ice-Ts 'Body Count' wurde eingedeutscht ("Entschuldigung, Herr Wachtmeister...."), aus 'Thunderstruck' wird 'Sambastruck', und das rollende 'r' bei 'Engel' wirkt bei dem Essener Tastengott so, als wäre Tegtmeier persönlich aus dem Grabe auferstanden. Böse Zungen behaupten, daß der privat eher zurückhaltende Star von Beruf Chirurg sei, so gnadenlos und eiskalt seziert MAMBO KURT (neben Gassenhauern wie dem unsterblichen 'Musik ist Trumpf') die Meisterwerke unserer Zeit. Für mich ist der Mann der neue Stern am Pop-Himmel. Schon die Karrierestationen lesen sich wie ein "Who is Who" der Medienwelt: Erst die St. Pauli-Fanclub-Party, dann das Vorprogramm für Clawfinger, die Einladung zu "Veronas Welt" und schließlich die Rock Hard-Feier! Morgen Madison Square Garden?


Holger Stratmann

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