ReviewDynamit

Band
HELLOWEEN 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #222 
Titel
Keeper Of The Seven Keys - The Legacy 
Erscheinungsjahr
2005 
Note
8.5 

(77: 41)
Wer hoch pokert, sollte nicht nur ein Ass im Ärmel haben. Und wenn HELLOWEEN ihr neues Album auch offiziell in den scheinbar übermächtigen „Keeper...“-Kontext stellen, sollten sie verdammt noch mal echte Hammer-Songs an den Start bringen, sonst handelt man sich neben giftigen Spitzen der Kritiker nämlich auch weiteren Image-Verlust bei den Fans ein. 20 Jahre nach der Mini-LP „Helloween“ heißt es also „make it or break it“.
Eins vorweg: Direkt vergleichen sollte man die drei Scheiben gewiss nicht, denn dafür waren die Ausgangssituationen viel zu unterschiedlich. Die Frage muss also letztendlich sein: Sind HELLOWEEN dem großen Namen in puncto Songqualität gerecht geworden? Ich denke: ja. Die Kürbisköpfe haben mit „The Legacy“ eine absolut starke, kreative und vielschichtige Scheibe vorgelegt, die einen äußerst stimmigen Kompromiss aus klassischem und modernem Material darstellt. Mit den beiden Longtracks ´The King For A 1000 Years´ und ´Occasion Avenue´ schickt man zwei absolute Ausnahme-Songs ins Spiel, dicht gefolgt von weiteren Knallern wie ´The Invisible Man´, ´Pleasure Drone´, dem speedigen ´Silent Rain´ oder ´Do You Know What You´re Fighting For´. ´Mrs. God´ ist ´ne echte Hitsingle, und auch die Ballade ´Light The Universe´ (mit Blackmore-Muse Candice Night) weiß zu gefallen.
Über den anderen Firlefanz (Hansen, Kiske & Co.) können sich von mir aus jetzt andere Leute auslassen. Das ist mir nämlich ziemlich schnuppe. Denn die Mucke ist die beste seit einer knappen Dekade. Und das allein sollte zählen.


Mike Borrink 8.5

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