ReviewAlbum

Band
TRANCE 
Kategorie
Album 
Heft
RH #119 
Titel
Die Hard 
Note
4.0 

Fast anderthalb Dekaden ist es mittlerweile her, daß ich wegen TRANCE einen Operationstermin verschob, um den Auftritt des Quartetts, das seinerzeit vollkommen zu Recht von zahlreichen Szene-Kennern in einem Atemzug mit bereits etablierten Hardrock- bzw. Heavy Metal-Acts wie den Scorpions oder Accept genannt wurde, im Bad Homburger Gambrinus-Keller ja nicht zu verpassen. Die ersten beiden Alben der Pfälzer, "Break Out" und "Power Infusion" aus den Jahren '82 und '83, rotierten damals regelmäßig auf meinem Plattenspieler. Doch wie vielen Bands aus dieser Ära ist es auch den Herrschaften Antoni, Berger & Co. nicht gelungen, den Charme der frühen Achtziger in die "Neuzeit" zu transportieren. Stattdessen unternehmen TRANCE den Versuch, ihrem an sich sehr traditionell geprägten Hardrock einen modernen Anstrich zu verpassen, was meiner Meinung nach größtenteils völlig in die Hose geht ('The Crusher', 'Strange', 'Whoredance'). Auf den mächtig peinlichen Text von 'Die Todgeweihten grüßen dich' möchte ich an dieser Stelle erst gar nicht näher eingehen. Daß es letztendlich dann doch noch zu vier Punkten reicht, hat nicht nur was mit Nostalgie zu tun, sondern liegt auch an dem passablen Titelsong und den beiden Balladen 'Rock'n'Roll Vampire' und 'You Won't Ever See (See Your Man Cry)', die nicht viel schlechter sind als das "Gesülze" anderer Gruppen. Trotzdem ist "Die Hard" eigentlich ein Fall für den Second Hand-Dealer.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 4.0

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