ReviewAlbum

Band
OLD MOTHER HELL 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
Old Mother Hell 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
6.0 

Cruz Del Sur/Soulfood (34:25)
PLUS-MINUS

Bei OLD MOTHER HELL aus Mannheim waren sich die diversen Szeneorgane einig in ihrem Jubel über den ersten Output. Bei uns sorgte der geschätzte Kollege Schiffmann dafür, dass die vor knapp einem halben Jahr erschienene Eigenproduktion zum „Tipp des Monats“ befördert wurde. Also war die Spannung groß, als die Promo-CD zum offiziellen Release via Cruz Del Sur eintrudelte. Doch es sollte anders kommen als erhofft. Natürlich stehen die objektiven Fähigkeiten des Trios außer Frage, weshalb meine Bewertung auch keineswegs unterirdisch ist, doch auch nach mehreren Hördurchgängen wollen die Bemühungen von OLD MOTHER HELL bei mir nicht zünden. Die Mischung aus episch angehauchtem Metal und Schweinerock-mäßig gespieltem Doom, bei dem dann und wann mal das Gaspedal durchgetreten wird, wirkt nicht rund. Auch die tiefer gestimmte Klangkulisse - und hier vorrangig der nervig dröhnende Bass - kombiniert mit dem viel zu Blackie-Lawless-lastigen Gesang klingt für mich bestenfalls krude.
So, Andreas, jetzt erkläre mir bitte, wo ich auf dem Schlauch respektive Gehörgang stehe!
Stefan Glas
6

Möglicherweise bist du in deinen Erwartungen so stark festgelegt, dass OLD MOTHER HELL in mehreren Punkten bei dir durchfallen, Stefan. Wenn ich mir deine Durchschnittsbewertung in der Underground-Rubrik anschaue und mir nüchtern zu Gemüte führe, was dort acht oder mehr Punkte erhält, kann ich oft nur (horizontal) mit dem Kopf schütteln. Nein, das hier ist keine drittklassige US-Band, für die sich zu ihrer besten Zeit schon niemand interessierte (z.B. Aska), und auch keine Gruppe südeuropäischer oder südamerikanischer Fanboys, die ihren Idolen nahezu sklavisch nacheifern (etwa In Aevum Agere); es sind deutsche Musiker mit beiden Beinen im Jetzt und sagenhaft guten Songs, die alle einheimischen Fallstricke (Bierzelt-Hauruck, Kindermelodien) meiden, auf die skandinavische Classic-Metal-Welle pfeifen und vom Start weg ihr eigenes Ding durchziehen. Reicht das zur Erklärung?
Andreas Schiffmann
8,5


Stefan Glas und Andreas Schiffmann 6.0

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