ReviewAlbum

Band
STORMHAMMER 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
Welcome To The End 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
7.5 

Massacre/Soulfood (65:23)
PLUS MINUS

Na also, es geht doch! STORMHAMMER haben nach langen Jahren munterer Besetzungswechselei offenbar ein konstantes Line-up gefunden und seit dem letzten Album „Echoes Of A Lost Paradise“ einen Zahn zugelegt. An ihrem Stil änderten die Münchner wenig: Rauer, in Richtung US schielender Power Metal mit einer Prise Thrash ist auch auf „Welcome To The End“ die Devise. Allerdings haben die Mannen um Fronter Jürgen Dachl inzwischen ein viel besseres Händchen in Sachen Songwriting entwickelt und servieren auf „Welcome To The End“ satte 14 Stücke, die gleichzeitig eingängig und angenehm „naturbelassen“ (sprich: nicht glattpoliert) klingen. Keine Kirmes-Keyboards, keine klebrigen Zuckerwatte-Hooks, stattdessen geht es in düsterer Grundatmosphäre mit Reminiszenzen an Iced Earth ziemlich heftig zur Sache. Das Bio-Obst des Power Metal sozusagen. Lecker!
Alexandra Michels
7,5

STORMHAMMER, das Schlusslicht (in jeder Hinsicht) eines wunderbaren Tourpakets zur Jahrtausendwende um Steel Prophet, war seinerzeit einer der misslungenen Versuche von Century Media, Kapital aus dem Echt-Metall-Sog zu schlagen, der seit Hammerfalls Debüt andauerte. Heute haben sich die Schweden längst herabgewirtschaftet, wobei die Deutschen genauso alt aussehen wie sie: Ihren teutonischen Hauruck empfindet man anderswo als sympathisch, doch auf „Welcome To The End“ wirkt er einfach nur fad. Wo hier Thrash oder US-Kram anklingen sollen? Keine Ahnung, aber Alex erlaubt sich den bekannten Trugschluss, knapp Durchschnittliches zu loben, bloß weil es sich nicht um einen „worst case“ mit Kirmes-Zuckerwatte handelt. Kann eh nicht sein, denn am Ende bleibt nichts hiervon im Gedächtnis kleben.
Andreas Schiffmann
4,5


Alexandra Michels und Andreas Schiffmann 7.5

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