ReviewAlbum

Band
DEZIBOLD 
Kategorie
Album 
Heft
RH #359 
Titel
Zombiewelt 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
5.5 

Boersma/Soulfood (47:21)
DEZIBOLD existieren seit 2014, veröffentlichten als erstes Lebenszeichen eine EP und bringen nun mit „Zombiewelt“ ihr Longplay-Debüt auf den Markt. Zu hören gibt es mit Punk und metallischen Vibes abgeschmeckten Deutschrock, dessen Instrumenten-Fraktion einen soliden Eindruck hinterlässt, stimmlich aber eher Mittelmaß ist. Textlich wühlt sich das niedersächsische Quartett sowohl durch ernste, zum Teil sozialkritische Themen als auch durch persönliche Anliegen mit manchmal witziger Note. Beispiel? Beim Reggae-angehauchten ´Das was ich will´, das eine Art Gegenentwurf zu ´Männer sind Schweine´ von den Ärzten ist, singt Sänger Duwe über das Elend, eine ordentliche Partnerin zu finden, und lässt wissen: „Ich will ´ne Frau, und ich meine keine Sau“. Ein weiteres musikalisches Highlight ist der Titeltrack, der sich sofort als Ohrwurm festsetzt und mit beschwingten Backing Vocals und Alternative-Einschlag erneut an die Mainstream-Fraktion Ärzte/Hosen erinnert, aber ansonsten vor allen Dingen Onkelz-Referenzen aufweist. DEZIBOLD bewegen sich sowohl im hymnisch-melancholischen als auch im hart bretternden Bereich recht selbstbewusst. Nicht alle Songs sind Treffer, aber ein im Großen und Ganzen solides Album ist „Zombiewelt“ allemal.


Conny Schiffbauer 5.5

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