ReviewDynamit

Band
WHITE WIZZARD 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #370 
Titel
Infernal Overdrive 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
7.5 

M-Theory/Membran (61:06)
WHITE WIZZARD zählten 2010 mit ihrem Debüt zu den vielversprechendsten Trad-Metal-Bands der Neuzeit. Den Amis hätte eine goldene Zukunft gewunken, wenn Chef-Egozentriker Jon Leon nicht ständig am Besetzungskarussell gedreht hätte. Das wurde auch Earache zu bunt, weshalb das vierte Album nun über M-Theory erscheint. Immerhin zieht Jon bei „Infernal Overdrive“ mit Frontsirene Wyatt Anderson wieder sein größtes Sänger-As aus dem Ärmel. Und auch stilistisch korrigiert Jon den musikalischen Kurs hin zur Ausrichtung des „Flying Tigers“-Album, auf dem Wyatt zuletzt zu hören war: Im Vergleich zum eher straighten Hardrock von „The Devil´s Cut“ offenbart „Infernal Overdrive“ wieder herrlich vertracktes Traditionsmetall im Stile von Iron Maiden, das ohne übertriebene Klischee-Reiterei auskommt, sich allerdings manchmal etwas zu nah an den musikalischen Vorbildern bewegt (gewisse Passagen aus ´Infernal Overdrive´ erinnern stark an Judas Priests ´Painkiller´, während ´Storm The Shores´ Maidens ´The Trooper´ zitiert). Die epischen Stücke beinhalten hingegen interessante, teils orientalisch angehauchte Parts, offenbaren aber auch die eine oder andere Länge. Summa summarum ergibt sich der gleiche Eindruck wie bei den Vorgängerwerken: Die Band agiert spielerisch auf einem hohem Level, lässt beim Songwriting aber noch Platz nach oben.


Ronny Bittner 7.5

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