ReviewDynamit

Band
BLACK STAR RIDERS 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #357 
Titel
Heavy Fire 
Erscheinungsjahr
2017 
Note
8.5 

Nuclear Blast/Warner (40:12)
Album Nummer drei der BLACK STAR RIDERS - und das, mit dem die Band endgültig aus dem übergroßen Thin-Lizzy-Schatten heraustritt und sich eine eigene Identität verschafft. Macht ja auch Sinn, denn nur ein bisschen schwanger geht nun mal nicht, und alleine die prägnanten Signature-Sounds von Gitarrist Scott Gorham würden gemeinsam mit dem auf den Vorgängeralben eng an Phil Lynotts Phrasierungen angelehnten Gesangsstil von Fronter Ricky Warwick vermutlich bis ans Ende aller Tage Vergleiche mit der irischen Legende heraufbeschwören. „Heavy Fire“ ist deshalb mehr Hard- als Classic Rock, weniger Schwermut und Melancholie als Lebensfreude und Arschtritt-Rock´n´Roll. So gänzlich ohne die eine oder andere Referenz in Richtung Lizzy geht es natürlich nicht, wie schon das Sirenengeheul im Titelstück (´Jailbreak´, anybody?) beweist, aber davon abgesehen hört man dem Album deutlich an, dass es vornehmlich aus der Feder von Warwick und seinem kongenialen Songwriting-Partner Damon Johnson stammt. Geschickt werden knackige The-Almighty-Momente (´Who Rides The Tiger´) mit Blues-Einflüssen (´Ticket To Rise´, ´True Blue Kid´) kombiniert, mit ´Cold War Love´ kommt eine tolle Powerballade zum Einsatz, und der Albumcloser ´Letting Go Of Me´ würde auch Def Leppard gut zu Gesicht stehen. Tolle Band, tolle Platte!


Thomas Kupfer 8.5

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