ReviewDynamit

Band
LORD VICAR 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #349 
Titel
Gates Of Flesh 
Erscheinungsjahr
2016 
Note
8.0 

The Church Within/Alive (41:25)
Ein bisschen wurden diese Väter - u.a. Goatess- und Ex-Count-Raven/Saint-Vitus-Sänger Christian „Chritus“ Linderson sowie Ex-Reverend-Bizarre-Gitarrist Kimi Kärki - von ihren Kindern überholt, denn der Bekanntheitsgrad von LORD VICAR hält sich trotz diverser sinniger Veröffentlichungen („Gates Of Flesh“ ist Album Nummer drei seit 2008) nach wie vor in überschaubaren Grenzen. Schlimm ist das nicht, denn mit Doom ist außer Tony Iommi eh noch keiner reich geworden, und das spröde, im ersten Moment unauffällige Songwriting des Vierers lässt auch gar nichts anderes vermuten - obwohl letzten Endes genau diese Unaufgeregtheit „Gates Of Flesh“ ein amtliches Nachhaltigkeitssiegel verleiht, das Genre-Profis nicht übersehen sollten. Wie bei vielen Kollegen ihrer Szene ist allerdings auch bei LORD VICAR mittlerweile ein gewaltiger Psychedelic-Einfluss nicht zu überhören, der sich vor allem in diversen entspannteren Teilen äußert, die das sowieso gekonnte Proto-Metal-Geriffe immer wieder gelungen aufbrechen. Für Leute, die Candlemass für „kommerziellen Scheiß“ halten!  


Boris Kaiser 8.0

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