ReviewDynamit

Band
PENTAGRAM 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #340 
Titel
Curious Volume 
Erscheinungsjahr
2015 
Note
8.0 

Peaceville/Edel (42:18)
Wäre ich ´ne Krankenversicherung, ich würde eher Paul Di´Anno oder Lemmy ´ne Police offerieren als Bobby Liebling, aber irgendwie ist auch das PENTAGRAM-Fossil immer da, wenn es gerufen wird: Der Auftritt auf dem Rock Hard Festival war vom Feinsten, und auch auf dem neuen Studioalbum, dem ersten seit „Last Rites“ von 2011, pulverisiert der Sänger einen Gutteil seiner drei Millionen Epigonen mit Knarz, Karacho und ordentlich Melodie mühelos. Vieles auf „Curious Volume“ stammt wieder aus dem unerschöpflichen Siebziger-Fundus Lieblings, aber immerhin sind die Songs diesmal im Gegensatz zum Material des Vorgängers komplett unbekannt. Schon der No-bullshit-Opener ´Lay Down And Die´ überrascht mit verschärftem Tempo, und auch in der Folge bricht die Band immer wieder aus dem Doom-Korsett aus - zumindest, wenn man „Doom“ mit „langsam“ gleichsetzt. PENTAGRAM bleiben aber natürlich weiterhin PENTAGRAM, da spielt eine weitere Zunahme an Classic- und Heavy Rock keine tragende Rolle. Dass die Riffs des zurückgekehrten Victor Griffin in Verbindung mit seinem unnachahmlichen Signature-Ton trotz des nicht ganz perfekten, weil latent undynamischen Sounds einzigartig tönen: wenig verwunderlich. Dass sie mehr denn je für das Fundament sorgen, auf dem einige der offensichtlichsten Band-Hymnen ever bombensicher stehen: echt töfte und besonders in den Fällen ´Dead Bury Dead´ und ´Close The Casket´ (bester Song des Albums) auffällig. The world will love again!


Boris Kaiser 8.0

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