ReviewDynamit

Band
PALLBEARER 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #328 
Titel
Foundations Of Burden 
Erscheinungsjahr
2014 
Note
8.5 

BONUSBOMBE
Profound Lore/Soulfood (55:06)
Hipster-Mucke? Nun ja, man sollte vorsichtig sein und die Büchse der Pandora lieber geschlossen lassen, aber auffällig ist schon, dass PALLBEARER nicht nur, aber auch in der Indie-Szene ein großes Following haben und sich - genau wie die vergleichbaren 40 Watt Sun - schwer damit tun, als Doom-Metal-Band bezeichnet zu werden. Dabei sind sie genau das, denn auch wenn sie manchmal ein wenig in Sludge- und Funeral-Regionen wildern (im Sinne von Yob z.B.), entpuppen sich Songwriting und auch der Gesang (Brett Campbell klingt hier und da wie Troubles Eric Wagner) letzten Endes als viel zu klassisch und melodisch, um irgendein „Post“-Präfix voranzustellen. Die sechs Songs des Albums, fünf davon überlang, sind in ihrer tiefen Melancholie und Langsamkeit eher redundant als repetitiv, ähnlich wie früher bei Warning (also den heutigen, bereits erwähnten 40 Watt Sun) durchbohren vor allem diverse nicht besser zu machende Melodien das Herz (man höre das Finale von ´Foundations´), dazu knarzen die Riffs auf dieser famos produzierten knappen Stunde schlicht und einfach heavy wie Hölle (´The Ghost I Used To Be´, ´Worlds Apart´). Bereits das Debüt „Sorrow And Extinction“ (2012) war ein großes Highlight, mit „Foundations Of Burden“ zementiert die Arkansas-Truppe nun ihren Ruf als künstlerisch wertvolles Kollektiv, das seine Anliegen immer überlegend feilbietet, ohne sie einem überlegen in den Hals stopfen zu wollen. Toll!


Boris Kaiser 8.5

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