ReviewDynamit

Band
LONG DISTANCE CALLING 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #286 
Titel
Long Distance Calling 
Erscheinungsjahr
2011 
Note
9.0 

Superball/EMI (56:09)
AStA la vista, baby! Die Münster-Dortmund-Berlin-Connection LONG DISTANCE CALLING ist so dermaßen „post“, dass noch nicht mal mehr der Begriff Postrock passt, dass der hilflose Hilfsterminus „Studentenmucke“ in der Tat als Vorwurf gelten müsste. Bei LONG DISTANCE CALLING nestelt man nicht verstohlen am Jutebeutel rum, hier hängt die Hose auf halb acht, die Kippe qualmt, und man guckt den Mädchen pfeifend hinterher. Die Welt ist vielleicht schlecht, aber schließlich immer noch voller Möglichkeiten, und zeige mir mal jemand auch nur eine Person, die sich fürs Lamentieren am Ende was kaufen konnte. Wenn ´Into The Black Wide Open´, ´Arecibo (Long Distance Calling)´ oder ´Beyond The Void´, drei der sechs langen, technisch großartigen Instrumental-Songs zwischen Classic Rock, Metal, Alternative und Prog, schon im Titel grenzenlose Weiten suggerieren, hinken die Töne ganz bestimmt nicht hinterher. Dieser gerne ruhige und durchaus romantische, dann aber wieder reichlich rabiate Rock erzählt wortlos - Vocals begeistern ausschließlich beim brillanten, von John Bush (Armored Saint, ex-Anthrax) intonierten ´Middleville´ - lieber von morgen als von gestern, von Liebe, Lust und Lotterleben und manchmal auch von Luftschlössern, weil es sich darin durchaus prima wohnen lässt. Et hätt - mir wesse et ald lang - noch immer jot jejange.


Boris Kaiser 9.0

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