ReviewDynamit

Band
PROCESSION 
Kategorie
Dynamit 
Heft
RH #284 
Titel
Destroyers Of The Faith 
Erscheinungsjahr
2010 
Note
9.0 

Die größte Doom-Entdeckung der letzten Jahre neben Griftegard heißt PROCESSION, kommt aus Chile und legt mit „Destroyers Of The Faith“ das Genre-Highlight des Jahres hin. Wer die Band (in „Notbesetzung“, mit Gastmusikern) beim letzten Hammer-Of-Doom-Festival oder davor beim Keep It True gesehen hat, wusste ja schon, was in Form des PROCESSION-Debüt-Longplayers auf uns zukommt: tonnenschwerer, düsterer, stark von alten Candlemass beeinflusster Doom-Metal, den man weder härter noch gefühlvoller spielen kann. Der Gesang erinnert ein klein wenig an den frühen Messiah Marcolin (ohne dessen übertriebenes Vibrato) und hebt sich sehr wohltuend von den gängigen Ozzy-Kopien oder den monotonen Nicht-Sängern der Doom-Szene ab. Schon die PROCESSION-Debüt-EP (Anfang 2009 veröffentlicht) ließ aufhorchen und etablierte den Bandnamen auf Anhieb im Underground; mit seinem ersten vollständigen Album geht das Trio aber noch einen Schritt weiter. Viel traditioneller Metal wird in die wuchtigen, zähflüssigen Doom-Hymnen eingeflochten, wie es ja auch bei Candlemass oder Solitude Aeturnus der Fall ist, so dass hier selbst (tolerantere) Maiden-, Dio- oder Manowar-Fans auf ihre Kosten kommen.
Kein Zweifel: „Destroyers Of The Faith“ (der Titel ist ein augenzwinkernder Seitenhieb auf Judas Priest) wird in wenigen Jahren als absoluter Doom-Klassiker des „neuen Jahrtausends“ gelten.


Götz Kühnemund 9.0

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