ReviewBuch

Kategorie
Buch 
Heft
RH #373 
Titel
Hellraisers 
Erscheinungsjahr
2018 
Note

Axl Rosenberg und Christopher Krovatin
(Race Point Publishing)
Sekundärliteratur nicht-enzyklopädischer Art ist im Metal-Bereich gar nicht so zahlreich. „Sound Of The Beast“ nennt sich der absolut unverzichtbare Blick von Ian Christie auf die Genese des Heavy Metal. Dazu kommt mit „Louder Than Hell“ die empfehlenswerte Oral-History von Jon Wiederhorn und Katherine Turman. Formell füllen Axl Rosenberg und Christopher Krovatin mit ihrer „Complete Visual History Of Heavy Metal Mayhem“ also durchaus eine Lücke. Und der hübsch gezeichnete Schleimmonsterchen-Umschlag kann auf jeden Fall punkten. Für einen Bildband ist die Auswahl der Abbildungen auf den 288 Seiten allerdings insgesamt zu herkömmlich, gefühlt jedes zweite oder dritte Bandfoto ist bekannt und stammt aus dem Fundus einschlägiger Fotoagenturen. Rosenberg und Krovatin haken zwar alle Pflichtfächer ab (von Proto Metal über die NWOBHM bis zum Black Metal), kratzen dabei allerdings oftmals nur an der Oberfläche und verlassen nur selten die rein deskriptive Textebene. Stilistisch ist das Narrative von einem leicht ironisierenden Duktus geprägt, der an „School Of Rock“ erinnert und stellenweise in Klamauk abzudriften droht.
„Hellraisers“ ist zweifelsohne ein schön anzuschauender Grobüberblick über die Geschichte des Heavy Metal, ein Crashkurs für den gebildeten Laien. Insider, die im Schlaf die Anzahl der Tage, die Varg Vikernes im Knast verbracht hat, runterbeten können, werden allerdings wenig Futter für die Erhöhung ihres Bildungsstands finden.


Matthias Mader

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