ReviewArschbombe

Band
DEAD MEADOW 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #195 
Titel
Shivering Kings And Others 
Note
3.0 

(62:12)
DEAD MEADOW laden auf ihrer vierten CD zu einem psychedelischen
Staubsaugflug bei Windstille und Sonnenschein ein. Das US-Ostküsten-Trio setzt diesmal auf Gemütlichkeit, satte Akustikgitarren und verträumte Sitarklänge. Der Sänger klingt so aggressiv wie eine Butterblume. Je länger man ihm zuhört, desto mehr ist man davon überzeugt, dass man den Platz in der Hängematte, den man seit geraumer Zeit eingenommen hat, nie wieder verlassen sollte. Früher preschten bei DEAD MEADOW gelegentlich verzerrte Gitarren in den Vordergrund, was sofort Black-Zeppelin-Vergleiche auf den Plan rief. Davon ist 2003 nichts mehr übrig geblieben. Der Space-Sound ist derart schwammig und undefinierbar, dass "Shivering Kings And Others" wirklich nur als Notbeschallung für die total Zugedröhnten in der Asi-Chill-out-Zone taugt.
In den besten Momenten der Platte kann man DEAD MEADOW zugestehen, etwas von der Eleganz älterer Sigur Rós zu besitzen, aber diese sind spärlich gesät. Der Plombenzieher der Platte ist jedoch der bereits erwähnte Sänger. Sein nasales, zerriges Zeitlupengeblubber versetzt der CD den finalen Todesstoß. DEAD MEADOW ist daher nur als Therapie für chronisch hyperaggressive Choleriker zu empfehlen.


Volkmar Weber 3.0

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