ReviewArschbombe

Band
MELVINS 
Kategorie
Arschbombe 
Heft
RH #170 
Titel
Colossus Of Destiny 
Note
0.0 

Ich kann meine Theorie zwar nicht beweisen, aber ich bin überzeugt davon, dass ein Marketingexperte der Bayer AG die MELVINS dafür bezahlt hat, eine Scheibe wie diese aufzunehmen, um damit mehr Aspirin zu verkaufen. Ein genialer Schachzug, denn alleine die Tabletten-Ration, die ich während des erst- und letztmaligen Hörens von „Colossus Of Destiny" benötigt habe, dürfte teurer als die Aufnahmen gewesen sein (was allerdings nicht viel heißen will).
Die Freaks aus Washington haben sich ja schon so manch schlechten Scherz erlaubt, aber hiermit gehen sie nun endgültig zu weit. Diese CD besteht nämlich nur aus einem einzigen, absolut kompositionsfreien Track, für den die Melvins einfach mal die Bandmaschine angeschmissen haben, als sie das Studio staubsaugten, vergeblich nach einem Sender im Radio suchten, ihre Hörgeräte mit lautem Fiepen übersteuerten, mit dem Synthesizer Dampflok spielten, ihre Instrumente in Zeitlupe stimmten und das Gespräch ihrer Goldfische belauschten, nachdem sie Acid ins Aquarium gestreut hatten. Eine nervtötende Geräuschkulisse also, die man auch billiger als für 30 Mark bekommen kann.
Nach dieser Hörerfahrung bin ich fast bereit, noch einen Punkt für das nur aus Stille bestehende „Intro" zu geben. Aber nur fast...


Marcus Schleutermann 0.0

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